Der Deutsche Orden (auch Ordo Teutonicus, Ordo domus Sanctae Mariae Theutonicorum Ierosolimitanorum, Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem, Deutschherrenorden, Kreuzritterorden, Deutschritterorden oder Deutscher Ritterorden) (abgekürzt OT = Ordo Teutonicus) ist ein geistlicher Ritterorden und war maßgeblich an der Deutschen Ostkolonisation beteiligt. Seit 1929 ist er ein klerikaler Orden. Er ist neben dem Johanniter- bzw. Malteserorden und den Templern der dritte große Ritterorden, der während der mittelalterlichen Kreuzzüge gegründet wurde.

 

Im Namen der heiligen Dreifaltigkeit künden wir allen denen, die jetzt leben und die noch kommen sollen, wie, wann und von wem der Orden des Hospitales Sankt Marien des Deutschen Hauses von Jerusalem...

Das Ordenszeichen ist ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund. Zur typischen Ordenskleidung gehört für die Geistlichen, welche Soutane, Halskreuz und Brustkreuz tragen, ein weißer Mantel, auf dem linksseitig ein schwarzes Kreuz angebracht ist. Das Motto des Ordens lautet...

Der Orden entstand 1189/90 vor Akkon im Heiligen Land mit der Errichtung eines Feldspitals zur Pflege kranker Pilger und verwundeter Kreuzfahrer. Die Brüder dieses Spitals übernahmen später in Jerusalem ein Deutsches Haus mit einer Marienkapelle, das bereits 1127 bestand. Sie erhielten...

Die Gründung des Deutschen Ordens fand 1190 während des Dritten Kreuzzuges statt. Erster Hochmeister war Heinrich Walpot von Bassenheim. Der ursprüngliche Krankenpflegeorden wurde im März 1198 in einen geistlichen Ritterorden umgewandelt, der seinen Sitz in der Hafenstadt Akkon...