Ordensritter

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Mein Name ist Alexander von Eben,

 

ich bin ein Ritterbruder und Komtur im Orden der Hospitaliter.

Ich wurde im Jahre des Herren 1212 in Inzing, bei Innsbruck, als erster Sohn des Egolf von Eben und seiner Frau Christine geboren. Im Alter von fünf Jahren schickten meine Eltern mich in das Hospitaliter Kloster Feldkirch, um dort lesen und schreiben zu lernen.

 

Im Kloster waren auch einige Ritterbrüder stationiert. Diese übten täglich den Umgang mit Waffen. Wann immer ich eine freie Minute vom Lernen erübrigen konnte, schaute ich den Ritterbrüdern beim Üben zu.  Dies blieb dem Prior des Klosters nicht verborgen.

Im Sommer des Jahres 1224 erreichte uns die Nachricht, dass mein Vater bei der Verfolgung von Straßenräubern, an der Handelsstraße nach Italien, hinterrücks von einem Pfeil verletzt wurde. Die Begleiter meines Vaters berichteten, dass er benommen vom Pferd fiel und weiter einen Abhang herunter rutschte, mein Vater konnte von dort weder lebend noch tot geborgen werden.

Mein Onkel Konrad, der Bruder meines Vaters nahm sich das mir und meiner Mutter zustehende Erbe gewaltsam an sich. Meine Mutter, einige überlebende getreue meines Vaters und ich konnten nur noch ins Kloster Feldkirch fliehen.

Der Prior des Klosters, der mit meinem Vater befreundet war, rief mich und meine Mutter, am darauf folgenden Tag zu einem Gespräch zu sich.

Aufgrund unserer familiären Situation, schlug er vor, dass meine Mutter ins Kloster St. Katherinen ginge und ich die Ausbildung zum Ritterbruder in Hohenstein antreten sollte, meine Mutter willigte ein.

Und so geschah es, dass ich im Jahre des Herrn 1224, als Novize aufgenommen wurde. Meine Ausbildung führte mich unter anderem durch die Fächer Latein, Französisch und natürlich Theologie, sowie standesgemäß der bewaffnete Kampf zu Fuß und zu Pferde.

Im Frühjahr des Jahres 1230 wurde dem Komtur von Hohenstein aufgetragen, die Komturei Krak des Chevaliers, im Heiligen Land zu übernehmen. Als Begleitschutz befahl er weiteren 20 Mann die Mitreise. Der Ritter dem ich als Knappe diente und der einer der 20 begleitenden Ritter war, setzte sich dafür ein, dass ich ebenfalls, weiterhin als sein Knappe auf diese Reise mitgenommen werden solle, der Prior und zukünftige Komtur stimmte dem zu und so begann unsere Reise ins Heilige Land bereits wenige Tage später.

Obgleich die Reise selbst ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief, war es eine spannende Zeit mit unglaublichen vielen beklemmenden aber auch überwältigenden Eindrücken, kleinen Geschichten und neuen, vorher nie gesehen Landschaften und auch Fortbewegungsmitteln, wie zum Beispiel, große über das Meer fahrende Schiffe.

Im Frühjahr des Jahres 1231, fast ein Jahr nach dem Beginn unserer Reise erreichten wir Krak des Chevaliers.

Im Jahre 1232 wurde uns die Ankunft eines neuen Burgvogts angekündigt. Zusammen mit weiteren 16 Männern ritten wir dem neuen Burgvogt entgegen.

Auf dem Weg nahmen wir etwas abseits vom Pfad, Kampflärm und Geschrei war. Es war der Burgvogt mit seinem Trupp von 12 Ritterbrüdern und Sergeanten, er war in arge Bedrängnis geraten, eine Gruppe von ca. 50 Mamelucken griff seine Mannschaft an, einige seiner Gefolgsleute wurden gleich zu Beginn des Scharmützels, tödlich von Pfeilen getroffen.

Im darauf folgenden Kampf stand ich dort mit Kayus von Pless und weiteren Rittern, Rücken an Rücken und wir kämpften um unser Leben. Im weiteren Verlauf dieser Auseinandersetzung rettete ich dem Burgvogt das Leben. Wir konnten die Mamelucken nur mühsam aber zum Schluss erfolgreich vertreiben.

Reichlich dezimiert traten wir den Weg zurück nach Krak de Chevaliers an und ließen weder die Verwundeten noch die Toten zurück.

Der Burgvogt dessen Gunst mir nun gewiss war, setzte sich vehement dafür ein, dass ich meine Schwertleite bekommen und ein vollwertiger Ritterbruder werden solle.

Nach diesem Scharmützel in dessen Verlauf wir nicht nur einmal Rücken an Rücken kämpften, verband mich eine tiefe kameradschaftliche Freundschaft  mit Kayus von Pless.

An dem darauf folgenden Sonntag empfing ich, nach der standesgemäßen Zeremonie, die Schwertleite.

Im Jahre 1243 wurde ich zusammen mit Kayus und weiteren Ritterbrüdern nach Akkon versetzt.

Auf unserer jetzigen Reise ins Königreich Svealand hat der ehemalige Komtur Reinhard von Benthin uns, wegen Familienangelegenheiten seines Bruders, verlassen und hat mich pro forma zum Kontur ernannt. Seitdem führe ich den Begleitzug an.

 

 

 

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